MOZ vom 14.Oktober 2008


Probebühne für jedermann


MOZ vom 23./24. August 2008

Schwimmender Bühnentraum


Märkischer Sonntag vom 10.August 2008



Konzerte am See


MOZ vom 12.06.2008

Konzerte am See und Theater im Schlosspark

Mit Shakespeare wird lange Pause beendet

Buckow (azi) Mit Takayo, dem Teufelsgeiger und seiner Band, wurde am Sonntag die Reihe der diesjährigen Open-air-Konzerte im Bu­ckower Theater "untendrunter" eröffnet. Bereits morgen sind auf der Bühne am Buckowsee Michael Klink und Renegald Gruwe unter dem Titel "Unforgettable" frei nach Nat King Cole mit Stücken aus der Jazz-, Swing- und Latinomusik zu erleben. Bereits zu Ostern hatten sie das Publikum im Theater in ihren Bann gezogen. Unter freiem Himmel dürfte dies bei schönem Wetter erst recht ein Kinderspiel sein. Beginn ist um 20 Uhr.

International geht es auch am 20. Juni zur selben Zeit mit der japanischen Sängerin Leilani zu. Sie war im Jahr 2000 an das Institute for Performing Arts in Liverpool gegangen, um dort das Diplom in Populärmusik und Soundtechnik zu machen. 2004 erschien ihre erste CD "Tears of Stars". Inzwischen hat die Mittzwanzigerin, die japanisch und englisch singt, mit "Towa no kuni" die Dritte vorgelegt. Mit ihren Liedern, schickt sie Hörer stets auf eine Reise voller Fantasie und märchenhafter Melodien. In Deutschland hatte sie im November ihre ersten begeistert aufgenommenen Auftritte.

Unterdessen bereitet sich das Schaupieler-Trio Ila Schöppe, Hans-Dieter Heiter und Thorsten Hennig auf das Freilichtspektakel "Shakespeares sämtliche Werke (leicht gekürzt)" vor. 2007 gerade sechs Mal gespielt, geht der Verein Theaterprojekt Helene damit jetzt nach fast zehnjähriger Pause allerdings wieder in den Schlosspark. Premiere: am 28. Juni, 20 Uhr.

 

Stimmungsvoll: die Konzerte auf der Bühne am See des Buckower THEATERuntendrunter, hier am vergangenem Sonntag mit dem Leipziger Trio Takayo Foto:MOZ/Anett Zimmermann

Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral


MOZ vom 19.Mai 2008

Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral


Vor der Premiere sprachen wir mit der Schauspielerin und Regisseurin Ila Schöppe aus Buckow.

Frau Schöppe, wie sind Sie auf dieses Thema gekommen?
Auf dieses Thema muss Mann oder Frau nicht kommen. Man kann nur versuchen davon weg...zu ...kommen... Es begegnet einem ständig und überall. Das Fressen und die Moral.

Was ist das besondere an dieser Szenischen Lesung?
Das Besondere an diesem Thema ist, das es wirklich von einem Ernährungstherapeuten einen einschlägigen Vortrag gibt. Der unterbrochen wird von einer Schauspielerin. Der Dipl.-Oecotrophologe M. Klink, er hat 5 Jahre Ernährungstherapie studiert. Das Publikum bekommt 2 sehr entgegengesetzte Darstellungsweisen über das Thema -Fressen- in unserer Gesellschaft an einem Abend zu sehen und zu hören. Viele schauspielerische Szenen lockern das Thema auf, ich bin sicher, es wird den Zuschauern gefallen.

Darf man zu dem Vortrag des Ernährungstherapeuten Fragen loswerden?
Da er ja ein richtiger Ernährungstherapeut ist kann er natürlich auch antworten. Und er wird auf jeden Fall Rede und Antwort stehen. Er therapiert auch wenn nötig und man darf sich einen Termin holen zur Ernährungsumstellung und zur Gewichtsreduktion. Ich bin jetzt schon gespannt.

Was passiert dem Zuschauer wenn er das Schauspiel verfolgt?
Das was immer im Theater passieren sollte. Er bekommt Dinge untersucht und auseinandergepflückt, die er so nicht wahrgenommen hätte... er wird sich und andere wieder finden... lachen... und ... Zeit haben... zu fühlen...

und die Schauspielerin und der Ernährungstherapeut...funktionieren zusammen?
Ich bin überzeugt, dass sich diese Konstalation sehr reibt und DAS funktioniert.

Lachst Du gern?
Immer...Ich kann mir den Tag ohne Lachen, Witz und Humor nicht vorstellen....
Im THEATERuntendrunter gibt es immer einen Theaterspaß...

Wenn jemand jetzt Lust auf Theater verspürt, muss er bis zum 16. Mai warten?
Nein, bereits am Freitag, den 9. Mai darf auch gelacht werden bis die Tränen kommen. Mit dem Kollegen Hans-Dieter Heiter zeigen wir ebenfalls in einer szenischen Lesung „Love Letters – ein Leben in Briefen“ Und am Samstag, den 10. Mai um 20 Uhr nehmen wir die WEIBER und MÄNNER und das ganze EHEGLÜCK unter die LUPE....
Die Karten können über die Theaterhotline 033433 / 56 297 oder über das Internet direkt reserviert werden.

Vielen Dank für das Gespräch und viel Glück bei der Premiere.

A.Prinz von www.strausberg-live.de

 

 

 

Ölf Propellas


Jazz mit Ölf Propellas am 19.April 2008

Kommentare zur Vorstellung

Wieder mal sehr schön...tolle Musik...gut gelaunte Leute...guter Wein...schönes Theater...gute Fotos...DANKE.

Herzlichen Dank war ein wunderschöner Abend.

Mehr davon...hat Laune gemacht.

Ölf Propellas kann man unbedingt weiterempfehlen! Tolle Band, tolle Musik, schöner Abend in einer Kellerlocation mit tollem Flair!

Fotos von strausberg-live. Mehr Fotos auf strausberg-live.

 

 

Königin Fantasie


MOZ vom 10./11.November 2007

MOZ, Donnerstag, 02. August 2007

Die Balkonszene spielt auf einem Baum

Buckow(MOZ) Rund zwei Stunden Bühnenwirbel mit temperamentvollen Dialogen und veblüffenden Einfällen: Mit der Komödie "Shakespeares sämtliche Werke (leicht gekürzt)" setzt der Verein Theaterprojekt Helene heute seine seit zwölf Jahren andauernde Tradition des Sommertheaters in der Märkischen Schweiz fort. Nach den Vorstellungen im Buckower Schlosspark und den Abstechern nach Strausberg ist die Freilichtbühne am Buckowsee des Theaters "untendrunter" nun zum zweiten Mal Spielort.

Gefördert wird das Vorhaben durch die EWE - Stiftung sowie das Land Brandenburg. Zuschauer dürfen sich auf ein echtes Kontrast - Programm, etwa einer Balkonszene auf einem Baum, einem dramatisch - witzigen Kettensägen - Einsatz und auch Mittmach - Aufgaben freuen. Das Publikum trägt deshalb wesentlich zum Gelingen der Open - Air - Abende bei.

Angler auf dem See gehören ebenso zur Kulisse wie das Rauschen des nahen Stobbers oder das Schlagen der Kirchturmuhr.

 

 

MOZ 2.11.2006 / Von Anett Zimmermann

Mit Gretchen bis an die Schmerzgrenze


Ila Schöppe als Gretchen und Hans-Dieter Heiter als Regisseur in „Gretchen 89 ff.“. Beide gestalten auch die szenische Lesung „Love Letters“. Foto: Oliver-Konrad Gerbig

Theater fordert nicht nur die Lachmuskeln

Buckow (MOZ) Das im August neu eröffnete Buckower Thea­ter „untendrunter“ erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Zurzeit fordert dort vor allem ein Stück die Lachmuskeln he­raus: die Komödie „Gretchen 89 ff.“. Aus der anfangs ebenfalls durchaus heiteren szenischen Lesung „Love Letters“ gehen etliche Besucher dagegen nachdenklicher nach Hause. Hierbei handelt es sich um die erste Neuinszenierung, der schon bald eine Weitere folgen soll: „Die Weihnachtsgeschichte“ von Charles Dickens. 

So langsam sollten Theaterfreunde daran denken, rechtzeitig Karten zu reservieren, wenn sie ins Buckower Theater „untendrunter“ wollen. So konnte sich Theaterchefin Ila Schöppe am vergangenen Sonnabend erneut über einen bis auf den letzten Platz gefüllten Keller freuen. Einige Buckower haben es sich schon als Pflicht auferlegt, einmal im Monat eine Vorstellung zu besuchen, andere haben die Stücke bereits doppelt und dreifach gesehen, weil sie Freunden und Verwandten das gemeinsame Buckower Theatererlebnis nicht vorenthalten wollten.

Doch wer bei der Eröffnung des Theaters im August dabei war, weiß, dass bei Bedarf natürlich noch Stühle dazugestellt werden können. Bei „Gretchen 89 ff.“ jedenfalls machten es sich jetzt einige Besucher bei einem Glas Wein im Stuhl bequem und ließen sich etwas mehr als eine Stunde lang prächtig unterhalten. Von Ila Schöppe als Gretchen und Hans-Dieter Heiter. Von Goethes Faust freilich ist bei dem Stück von Lutz Hübner nicht viel übrig geblieben: Der Text beschränkt sich auf die Seite 89 und folgende der Reclam-Version und ist dem Programmzettel bis auf das Lied vom König in Thule sogar beigelegt.

Die Gretchenszene hat es aber in sich, erklärt Hübner darin doch humorvoll, warum Theater so ist, wie es ist. Da geht es um die begehrte Rolle selbst, aber auch um Typen von der blutigen Anfängerin mit ihren merkwürdigen Entspannungstechniken, die sich nach der Schauspielschule nun gern mit eigenen Ideen einbringen möchte, bis hin zur Diva, die einen weniger erfahrenen Regisseur an den Rand der Verzweiflung bringen kann. Zumal, wenn dieser dem Assistenten freigegeben hat, der sonst statt des jungen Regisseurs auch als Chauffeur und Kaffeekocher zu fungieren hat. Etwas eingestreutes Lokalkolorit darf ebenso wenig fehlen wie die Theaterkritik, die bei Schauspielern selbst bei Lob aus irgendwelchen Gründen offenbar immer zu mittelschweren Dramen führt.

Ila Schöppe und Hans-Dieter Heiter jedenfalls überraschen bei „Gretchen 89 ff.“ in wechselnden Rollen und auch mit dem Tempo, in dem sie – hinter zwei fahrbaren Kleiderständern versteckt – die Kostüme auf der Bühne tauschen. Und fast scheint es, als würden sich die beiden dabei selbst erheitern.

Als Theaterchefin zeigt sich Ila Schöppe über die Entwicklung der vergangenen Wochen nicht unzufrieden und freut sich auch über erste Anfragen zum Beispiel für Unternehmen zu spielen. So stand gestern die erste „Gretchen 89 ff.“-Aufführung für eine Firma im Theaterkeller auf dem Programm und sind in der Vorweihnachtszeit bereits weitere gebucht.

Dafür würde sich dann unter anderem auch „Die Weihnachtsgeschichte“ von Charles Dickens (Premiere am 26. November) eignen, nach „Love Letters“ das zweite wirklich neue Stück im Theater „untendrunter“. Mit den anderen hatte sich das Team um Ila Schöppe schon an anderen Häusern präsentiert, und so wird es ebenfalls bei dem Kinderstück „Rumpelstilzchen“ (4. bis 8. Dezember) sein. Unterdessen arbeitet Ila Schöppe bereits am Konzept für das nächste Jahr und für neue Stücke. Dabei wird eines in der Handwerker-Szene angesiedelt sein, in das sie – wie sie auf MOZ-Nachfrage erklärte – durchaus auch Erfahrungen aus ihrem Theaterumbau einfließen lässt.

Berührt hätte sie in den vergangenen Wochen immer wieder auch die Reaktion des Publikums. So sei bei „Love Letters“ nach Albert Ramsdell Gurney, dem Briefwechsel zwischen Melissa und Andrew, der Stimmungswechsel deutlich spürbar.  Die beiden Schreiber kennen sich von Kindheit an, mit dem Erwachsenwerden trennen sich jedoch die Wege. Der Kontakt bleibt zwar erhalten, und während er Karriere macht, kämpft sie zunehmend mit dem Alkohol. Das Lachen im Publikum weicht in diesen Szenen manchem Seufzer und auch mancher Träne, denn einige sehen sich da wohl an eigene Schwierigkeiten in Beruf, Alltag oder Umfeld erinnert.

Kartenreservierungen sind unter Telefon/Fax (033433) 5 62 97 oder über Internet www.theateruntendrunter.de möglich. Dort ist unter anderem auch der Spielplan zu finden.


Ila Schöppe als Gretchen und Hans-Dieter Heiter als Regisseur in „Gretchen 89 ff.“. Beide gestalten auch die szenische Lesung „Love Letters“. Foto: Oliver-Konrad Gerbig

 

 

 

www.strausberg-live.de  vom  23.10.2006

Poesie, Lachen und Leiden einer großen Liebe


Von O.K. Gerbig

Zur Premiere von LOVE LETTERS im THEATERuntendrunter

Grosses Theater braucht nicht immer große Ausstattung. Im schlichten Ambiente von zwei Schreibtischen halten Melissa Gardener (ILa Schöppe) und Andy Makepeace Ladd III (Hans-Dieter Heiter) die ergreifende Geschichte ihres Lebens von der Zweiten Klasse bis ins gesetzte Alter fest.

Wir lernen Andy, aus einfachen Verhältnissen kommend, zielstrebig an seiner Karriere arbeitend: Yale, Harvard, Marine, Jura-Studium, Anwalt und zuletzt Senator und Melissa, Tochter aus reichem Bostoner Hause, labil, ein unstetes Leben führend, das in der Katastrophe endet, kennen.

Da entfalten sich die Leben zweier Menschen vom ersten Zettel, der verstohlen unter der Schulbank zugereicht wurde über Weihnachtskarten, Erlebnisberichte, Fotos, Papierschnipsel und Zeichnungen bis hin zum letzten Abschiedsbrief in Höhen und Tiefen. ILa Schöppe und Hans-Dieter Heiter überzeugen in dieser szenischen Lesung durch großes schauspielerisches Talent und dezentes Einfühlungsvermögen. Der Zuschauer kann herzhaft lachen und hemmungslos weinen, wenn sich beide Darsteller vom Kind in reife Erwachsene verwandeln. Beide Figuren gewinnen mit jedem Brief mehr an Profil und bringen sowohl komische als auch tragische Momente der Geschichte mitreißend zum Ausdruck. Das Publikum dankt mit langem Applaus.

Mit LOVE LETTERS hat der Autor A.R. Gurney eine Lebens- und Liebesgeschichte in Briefen geschrieben: Lebenslinien, die sich von früher Kindheit immer wieder kurz und leidenschaftlich kreuzen. Es ist Liebe, die die beiden verbindet, es ist das Leben, das sie trennt.

 

 

MOZ 15.Aug.2006

Gretchen folgt dem kleinen Prinzen


Buckow (MOZ) Nach dem erfolgreichen Sommertheater im Bu­ckower Schlosspark vor einigen Jahren hatte sich die Regisseurin und Schauspielerin Ila Schöppe im Kneipp-Kurort ein festes Domizil gesucht. Jetzt ist es soweit: Ihr Theater "untendrunter" wird am Freitag um 19 Uhr mit einer Lesung von Käthe Reichel eröffnet. Die zeitweise in Buckow lebende Schauspielerin will wenige Tage nach Bertolt Brechts 50. Todestag ihr Buch "Windbriefe an den Herrn b.b." mitbringen.

Der Name "untendrunter" beschreibt unterdessen treffend, wohin Zuschauer sich in diesem Theater begeben müssen: in den Keller. Dorthin sind es allerdings nur fünf bequeme Treppenstufen. Besucher werden zudem von dem gar nicht so kleinen Raum mit seinen Rundbögen und bis zu 60 Plätzen überrascht sein. "Der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry jedoch - Premiere am 19. August um 20 Uhr - landet bei schönem Wetter bis zum 9. September jeden Freitag und Sonnabend im Garten direkt am Buckowsee. Der Wüstensand ist dort bereits aufgeschüttet.

Wichtig sind Ila Schöppe, selbst Mutter zweier Kinder, aber auch Angebote für die Jüngsten. So lädt sie in ihr nur wenige Schritte von der Mutter-Kind-Klinik "Waldfrieden" entferntes Haus am 26. August um 13 Uhr erstmals zum Kultursommer für Kinder und Jugendliche ein, einem Workshop für Schauspiel und Percussion. Weitere Termine: 27. August, 13 Uhr, sowie 3. und 17. September jeweils um 15 Uhr. Ihr Anliegen sei es, Kinder mit allem, was zu einem Theater gehört, vertraut zu machen und unter anderem auch kleine Szenen zu erarbeiten.

Entstanden sind in dem Haus, das 1739 erstmals in einer Chronik erwähnt und später unter anderem als Internat und Schule genutzt worden war, zudem zwei Künstlerateliers, die noch nicht vergeben seien. Der Umbau wurde mit Hilfe des EU-Gemeinschaftsprogramms "Leader+" unterstützt.

Der erste Spielplan für August und September mit dem von Peter Sottmeier gestalteten Logo des Theaters - es zeigt das bekannte lachende und traurige Gesicht - ist bereits draußen. So wird die Hausherrin nach dem "Kleinen Prinzen" auch in "Gretchen 89 ff" von Lutz Hübner ab 15. September mit auf der Bühne stehen. Beide Stücke sind im Verein "Theaterprojekt Helene" entstanden, der die neue Spielstätte in Buckow künftig mit nutzen wird.

 

 

 

MOZ Donnerstag, 13. Juli 2006

"Nestbau" besonderer Art


Von Anett Zimmermann

Buckow (MOZ) Die Baugerüste in der Wriezener Straße 56 sind bereits gefallen. Demnächst soll dort im Garten der "Kleine Prinz" nach Antoine de Saint-Exupéry landen. Gespielt werden kann aber auch im Keller. Dort richtet Ila Schöppe ihr "THEATERuntendrunter" ein.

Für die Schauspielerin, Sängerin und Regisseurin Ila Schöppe ist Buckow "ein Städtchen am Rande und doch mitten im Zent-rum". Und dort hat sie seit Mitte der 90er Jahre ihren Lebensmittelpunkt. Auch wenn sie sich nach mehreren erfolgreichen Sommertheaterprojekten im Bu­ckower Schloss­park in der Stadt künstlerisch etwas rar gemacht hatte. Einer der Hauptgründe war die zunehmend schwierige Finanzierung dieser Vorhaben, zumal die öffentliche Hand bei der Kulturförderung kräftig gestrichen hat.

Doch Ila Schöppe blieb in der Region präsent, spielte mit Kollegen fünf Sommer lang im nahe gelegenen Amphitheater des Strausberger Hotels "Lakeside", darunter auch den "Kleinen Prinzen". Und dann war da noch das Haus in der Wriezener Straße von Buckow, in dem sie erst zur Miete wohnte. Um den "Nestbau" der Familie voranzubringen - sie ist Muter zweier Kinder -, habe sie es 1997 dann gekauft.

"Es eignet sich hervorragend für neue Formen des Theaters", sagt Ila Schöppe und verweist darauf, dass es einst eine Stätte der Begegnung gewesen sei: als Schul- und Internatsgebäude. Obwohl es in den vergangenen Jahrzehnten nur noch als Wohnhaus genutzt wurde, habe es bei den Bauarbeiten so manchen interessanten Fund gegeben. "Ein Lineal mit Namen und auch ein verziertes Tintenfass", zählt Ila Schöppe auf.

Dennoch weiß sie über das Haus viel zu wenig und würde sich insbesondere über Fotografien aus alter Zeit freuen. In einer alten Chronik habe sie lediglich eine Jahreszahl gefunden, die nun auch am Giebel zu lesen ist: anno 1737. Doch damals muss es schon gestanden haben, wann es genau gebaut worden ist, habe sie bisher noch nicht herausgefunden.

Im doch sehr vermauerten Keller tatsächlich ein Theater einzurichten, dafür habe ihr anfangs allerdings "die Traute gefehlt", gibt sie offen zu. Mut geholt habe sie sich dann bei Tobias Morgenstern im "Theater am Rand" in Zollbrücke. "Es war damals noch nicht fertig und Putz bröckelte von der Decke", erinnert sich Ila Schöppe.

Als in den vergangenen Monaten im Keller dann die Rundbögen freigelegt wurden, habe sie sofort Bilder im Kopf gehabt für Stücke, die in ihrem "THEATERuntendrunter" gespielt werden könnten. Noch sei es im Bau, aber bereits Licht am Ende des Tunnels zu sehen. "Wir wollten eigentlich schon mit Sommerbeginn im Garten spielen, aber der lange kalte Winter hat uns tüchtig in Verzug gebracht. Auf einer Baustelle wollte ich aber nicht starten."

Deshalb gibt es auch noch keinen genauen Termin für die Aufnahme des Spielbetriebs. Gedacht sei jedoch an Ende August. Mit Hilfe der Fördermittel aus der EU-Gemeinschaftsinitiative "Leader+" entstehe im Haus zudem eine kleine Künstlersta­tion, das heißt zwei Ateliers, für die noch Mieter, ob vorübergehend oder dauerhaft, gesucht seien.

Nutzen will auch der Verein Theaterprojekt Helene, 1996 als SchlossparkSommerTheater gegründet, die neue Spielstätte mit ihren ca. 50 bis 60 Plätzen. Geschäftsführer Ulrich Schröder nennt die Wiederaufnahme vom "Kleinen Prinzen" als Beispiel. Auch andere Stücke aus dem bisherigen Repertoire seien denkbar. Für Neue müsse natürlich erst die Finanzierung geklärt sein. Gedanken für Kooperationen etwa mit Hotels und Gastronomen gebe es ebenfalls, ergänzt Ila Schöppe, will das Haus jetzt aber erst einmal eröffnen. Vereinbart sei allerdings schon die Zusammenarbeit mit dem Umweltbildungszentrum "Drei Eichen": "Wir wollen hier auch mit Kindern und Jugendlichen arbeiten." Kontakte zum Brecht-Weigel-Haus seien natürlich auch ein Muss. Dankbar sei sie zudem der Stadt Buckow, die ihr den Rücken stärke und der Öffnung des Eingangsbereiches zur Straße hin zugestimmt habe. Dort stören jetzt allerdings noch Verteiler- und Kontrollkästen und so hofft sie auf das Entgegenkommen der Versorgungsunternehmen.

Unterdessen findet der Helene-Vorsitzende Dr. Volker Melchert die Theateridee wunderbar: "Ich freue mich unbändig, dass in Buckow weiter Theater gemacht wird. Das ist gut für die Stadt auch als Kurort und die ganze Region." Damit werde das Angebot für Gäste um ein weiteres ergänzt, das unabhängig vom Wetter und von hohem Niveau sei.

 
 

Wriezenerstr.56
15377 Buckow
033433|56297